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Schaller Messtechnik Expertise

Methoden, Normen und Praxiswissen für die präzise Wassergehaltsbestimmung

Für Produzenten, Händler und Betreiber von Heizwerken ist eine exakte Bestimmung des Wassergehalts von Biomasse ein entscheidender Qualitäts- und Wirtschaftsfaktor. Denn der Wasseranteil bestimmt nicht nur den Brennwert und damit die Energieeffizienz Ihrer Biomasse – er beeinflusst auch die Lagerfähigkeit, Emissionen, Aschebildung und Prozesseffizienz nachhaltig.

Warum eine exakte Feuchtemessung für Biomasse so wichtig ist

Biomasse ist ein natürlicher Rohstoff und variiert stark – je nach Material. Ob Hackschnitzel, Industriehackschnitzel, Rinde oder Pellets: Struktur, Größe und Lagerbedingungen beeinflussen den Wassergehalt erheblich. Genau dieser Parameter entscheidet über den realen Energieertrag und die Wirtschaftlichkeit.

Ein zu hoher Wasseranteil kann:

  • Den Heizwert reduzieren:
    Energie wird teilweise für die Verdampfung des Wassers benötigt.
  • Die Brennstoffkosten erhöhen:
    Bei gewichtsbasiertem Einkauf enthält feuchte Biomasse weniger nutzbare Energie.
  • Abrechnungen erschweren:
    Ohne präzise Messung lässt sich der tatsächliche Energiegehalt (kWh/MWh) nicht korrekt berechnen. Objektive Messwerte schaffen Transparenz und eine faire Grundlage für Lieferanten und Abnehmer.

Messmethoden zur Bestimmung des Wassergehalts von Biomasse

Die Messung des Wassergehalts erfolgt grundsätzlich über zwei Ansätze: Labormethoden und elektrische Schnellmessverfahren.

Messung im Labor
Bei der Labormethode wird der Brennstoff im Trockenschrank nach DIN EN ISO 18134-2 für mindestens 12 Stunden bei einer definierten Temperatur getrocknet, bis der Brennstoff in seiner verbleibenden Restmasse konstant ist. Über den Masseverlust durch die Ofentrocknung wird der Wassergehalt des Brennstoffs errechnet. Diese Methode kommt im akkreditierten Prüflabor zum Einsatz und dient meist als Referenz für Schnellmessverfahren. Aufgrund der hohen Komplexität ist diese Methode fehleranfällig. Außerdem ist zu beachten, dass nicht nur Wasser verdampft, sondern auch andere Inhaltsstoffe – wie beispielsweise Harze.

Elektrische Messverfahren
Für den praxisnahen Einsatz bieten sich elektrische Messmethoden an. Sie ermöglichen schnelle, zuverlässige Messergebnisse direkt vor Ort. Die beiden wichtigsten elektrischen Verfahren sind:

  • Leitwert basierende Verfahren
    Bei dieser Methode wird das Messgut nicht verändert. Das Verfahren misst den Wassergehalt anhand des elektrischen Leitwertes, der bei höherem Wassergehalt steigt. Je mehr Wasser also vorhanden ist, desto mehr Leitfähigkeit entsteht und der elektrische Widerstand sinkt. Diese Messung geschieht sehr schnell, da nur die Sonde in Kontakt mit der Biomasse gebracht werden muss. Der Leitwert ist allerdings stark temperaturabhängig. Daher ist es notwendig, eine genaue und korrekte Temperaturkompensation des Messergebnisses vorzunehmen.
 
  • Dielektrische Verfahren
    Bei den dielektrischen Verfahren wird der Wassergehalt über eine Messung der namensgebenden Dielektrizitätskonstanten von Wasser in der Biomasse errechnet. Durch die Einstrahlung der Messfrequenz in das Material ist es möglich, größere Mengen von Biomasse zu analysieren. Zudem ist das Verfahren weniger temperaturabhängig als die Leitwert-Methode.

Die professionelle Lösung:
humimeter BMA‑2

Labormethoden stoßen im täglichen Betrieb an ihre Grenzen: zeitaufwendig, energieintensiv, nicht für schnelle Entscheidungen geeignet.

Hier kommt der humimeter BMA‑2 ins Spiel. Dieses Messgerät kombiniert die Expertise der Labormethode mit maximaler Praxistauglichkeit:

  • Präzise Messung mit einer maximalen Toleranz von 1 % vom Norm-Wert
  • Probenvolumen: bis zu 12 Liter für repräsentative Ergebnisse
  • Messdauer: unter 30 Sekunden
  • Kalibrierung: Referenz nach EN ISO 18134-2
  • Zusatzfunktionen: Anzeige von Wassergehalt, Heizwert, ATRO-Tonnen/m³, integrierte Wiegezelle, Datenspeicherung, Druckfunktion, uvm.
 

Vorteil für den Anwender:

  • Schnell, zuverlässig und normgerecht
  • Eignet sich für Wareneingangskontrollen, Anlagensteuerung und Abrechnungsprozesse
  • Reduziert Prozessrisiken und Fehlchargen
  • Macht Abrechnungen auf Basis tatsächlicher Energiegehalte transparent und fair
 

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